Fieber …
19. August 2008
Zwei Wochen im Offendorf-Fieber! Zwei Wochen ist es her, dass 220 Kinder aus den vier Kirchenkreisen
Land Hadeln, Rotenburg, Wesermünde-Süd und Osterholz den Zeltplatz im kleinen Offendorf bei Lübeck bevölkerten und sich auf ihre zwölf Essensgemeinschaften verteilten. Zwei Wochen zu zehnt im Zelt, ohne Stromanschluss, ohne Handy, mit Tischdienst, festen Umgangsregeln und einem bunten Programm, das von den ehrenamtlichen Gruppenleitern aufgestellt wird.
„Man ist jedes Jahr neu hier“ heißt es im Zeltlager-Song zu Recht. Auch wer schon jahrelang mitfährt muss sich erst wieder in diese kleine Lagerwelt einleben, seine Gruppe kennen lernen, sich im Sani-, Werkstatt- oder Küchenteam zu Recht finden.
Nach wenigen Tagen ist der Alltag eingekehrt, der so gar nichts mit dem zu Hause zu tun hat, und wegen dem es die insgesamt rund 300 Menschen auf den Platz zieht. Das Zeltlager-Fieber hat alle angesteckt. An jeder Ecke wird gewerkelt, ob Speckstein gebastelt, Tassen bemalt oder gesägt und gehämmert, gesungen, und Kinder toben beim Spielen über den Rasen. Mit den Kanus geht es auf den Hemmelsdorfer See, die Ostsee-Therme in Scharbeutz lockt mit einem Fahrradausflug und beim Niedrigseilgarten im Wald wird das Vertrauen in der Gruppe auf die Probe gestellt.
Wie das ganze Zeltlager Offendorf auch 2008 zusammenwuchs, zeigte sich bei den Großveranstaltungen: Beim Bergfest feuerten die Teilnehmer lauthals ihre Mitstreiter an, nach der Olympiade versammelten sich alle in großer Essensrunde auf dem Platz und in den sonntäglichen Gottesdiensten wie unter freiem Himmel am Hemmelsdorfer See ließ sich jeder von der stimmungsvollen Atmosphäre mitreißen.
Das Wetter machte mit schnell aufziehenden Stürmen so manchen Strich durch die Rechnung und Feste mussten in den Saal verlegt werden – doch improvisieren ist im Zeltlager eben auch Alltag. Und auch bei Regen kann draußen gespielt werden oder es ist gerade dann gemütlich im Zelt zu liegen und sich Geschichten zu erzählen.
Nicht eingeplant war auch der Läusebefall, der schnellstmöglichst mit regelmäßigen Kopfkontrollen und einem Besuch vom Kammerjäger eingedämmt wurde, ohne dass bei einem Kind Tränen fließen mussten.
Nach zwei Wochen war nun Abschied nehmen der letzte Programmpunkt. Ein letztes sangen alle „Sei behütet auf deinen Wegen“. Neue Freunde wurden in den Arm genommen, Adressen und die Versprechen sich zu schreiben ausgetauscht und nicht wenige Tränen kullerten in der letzten Abendrunde in den Essensgemeinschaften. Ein Reisesegen für den Weg und schließlich stiegen alle Kinder in den Bus nach Hause.
Nach 13 Tagen voller Kinderlachen liegt der Zeltplatz jetzt verlassen, schläft nach anstrengenden Aufräumarbeiten und träumt vom nächsten Sommer, wenn die Busse voller Kinder wieder anreisen.

Fotos gibt es auf www.freun.de in der Dunkelkammer Videos werden veröffentlicht bei Youtube
Hier gibt es das aktuelle Infoheft (zum Download bitte auf den Text klicken) zum Thema Läüse! Den Offendorf-Song in der Gallmucke-Version bekommt ihr hier